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Nachhaltigem Kakao auf der Spur

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Einführung

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Ein Supermarkt. Bunt, laut und bis in den letzten Winkel mit Artikeln gefüllt. Gang für Gang laufen Sie Regale entlang. Bis Sie vor dem einen stehen: dem Süßigkeitenregal. Schokoladenprodukte reihen sich aneinander: Tafeln, Riegel, Pralinen.

Sie greifen nach einer Vollmilchtafel. In den Händen halten Sie höchstwahrscheinlich Kakao aus Côte d'Ivoire, dem weltweit größten Kakaoanbauland. Fast zwei Drittel des nach Deutschland importierten Rohkakaos stammen von dort. Produziert von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern – unter meist schwierigen wirtschaftlichen und ökologischen Bedingungen.

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Warum ist die Situation im Kakaoanbau so schwierig? Weshalb können die Kakaobäuerinnen und Kakaobauern von ihrer Arbeit oft nicht leben? Wieso gibt es immer noch Kinderarbeit? Und welche Lösungen geben Grund zur Hoffnung?

Was wir an dieser Stelle schon verraten können: Nachhaltiger Kakao ist möglich! Entlang der gesamten Lieferkette treibt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Veränderungen dafür voran – für unterschiedliche Auftraggeber und an der Seite motivierter Partner. Aber sehen Sie selbst.

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Mitten in Côte d'Ivoire

Wir stehen inmitten riesiger Bäume im Landesinneren. Nebel hängt über dem Blätterdach. Der Wald ist durchsetzt mit Kakaobäumen, so weit das Auge reicht.

Im Schatten der Bäume sitzen Frauen um einen Haufen handtellergroßer Kakaofrüchte, deren Farben an das Herbstlaub in nördlichen Breiten erinnern. Doch hier gibt es keinen Herbst und die Temperatur fällt selten unter 15 Grad. Die Frauen bearbeiten die Früchte, um die kostbaren Kakaobohnen im Inneren freizulegen. Ihre Holzknüppel bewegen sich rhythmisch und machen ein hohles Geräusch, wenn sie auf die Schalen treffen.

2,2 Millionen Tonnen Kakao werden so jedes Jahr im ganzen Land hergestellt. Côte d'Ivoire ist damit der größte Kakaoproduzent der Welt.
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In Côte d'Ivoire leben etwa 60 unterschiedliche Volksgruppen. Das Durchschnittsalter der rund 25 Millionen Ivorer*innen liegt bei etwa 18 Jahren – Côte d'Ivoire ist ein junges Land, mit einer schnell wachsenden Bevölkerung.

Nach zwei unruhigen Jahrzehnten stabilisiert sich die politische und wirtschaftliche Situation seit 2011.
Heute zählt Côte d'Ivoire wieder zu den Wirtschafts­motoren Westafrikas. Dazu trägt neben Kakao auch der Export von Kaffee, Cashew­nüssen und Kautschuk bei.
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Dennoch ist die soziale Lage angespannt: Fast die Hälfte der Menschen lebt in Armut, darunter auch viele Kakaobäuerinnen und Kakaobauern.

Im Schnitt hat ein siebenköpfiger Haushalt 172 Euro pro Monat zur Verfügung – 478 Euro wären für ein existenzsicherndes Einkommen notwendig. Es würde allen Mitgliedern des Haushaltes einen angemessenen Lebensstandard ermöglichen. Stattdessen sind Nahrungsmittelunsicherheit und Kinderarbeit vielerorts Alltag.

Um mehr zu verdienen, erschließen  Bäuerinnen und Bauern zusätzliches Land für den Kakaoanbau. Da der Kakaobaum Waldboden braucht, um zu gedeihen, roden sie jedes Jahr Tausende Hektar Wald. Schäden an Umwelt und Klima sind die Folge.

Wer daran etwas ändert, erfahren Sie beim Weiterscrollen und hier.
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Wo nachhaltiger Kakao entsteht

Weltweit engagieren sich Organisationen und Initiativen dafür, die Situation in den Anbaugebieten zu verbessern. Auch die Bundesregierung fördert dieses Engagement. Das greift auf mehreren Ebenen: in den Hauptkonsumländern wie Deutschland und in den Hauptproduktionsländern wie Côte d’Ivoire – und dort von der nationalen Kakaopolitik bis zu den kleinbäuerlichen Familien.

Ein Beispiel ist das Forum Nachhaltiger Kakao. In diesem haben sich Bundesregierung, Schokoladenherstellende und Kakaoverarbeitende sowie Einzelhandel und Nichtregierungsorganisationen zusammengeschlossen.
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Das Forum initiierte in Côte d'Ivoire zusammen mit dem ivorischen Kaffee-Kakao-Rat (Conseil du Café-Cacao) das Projekt PRO-PLANTEURS.

Dieses arbeitet daran, Kakaobäuerinnen und Kakaobauern sowie ihre Genossenschaften zu professionalisieren und die Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern.

Eine ähnliche Zielsetzung verfolgen auch die Grünen Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Diese Einrichtungen des Bundesentwicklungsministeriums gibt es weltweit.

Ihr Ziel ist, Armut und Hunger zu bekämpfen, mit neuen Ideen und Techniken in der Landwirtschaft und der Nahrungsmittelproduktion – vom Feld bis ins Regal. In Côte d'Ivoire fokussiert das Innovationszentrum seine Aktivitäten auf den Kakao.

Wie sich das auswirkt? Wir zeigen es Ihnen.
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Als der Wald verschwand

Monokulturen bedrohen den Kakaoanbau. Welche Lösungen kann es geben?

Regional genießen

Hervé Dobinou von Choco+ stellt Kakaoprodukte für den lokalen Markt her.

Die Basis für ein gutes Leben

Die Ernährungstrainerin Edwige N’Da Bomo kümmert sich um die Zukunft der Kinder von Kakaobäuerinnen und -bauern.

Wo Kakao-Wissen wächst

Diese Landwirtschaftschule vermittelt Know-How, durch das Kakaobäuerinnen und -bauern höhere Einkommen erzielen können.

Gemeinsam mehr erreichen

Wenn Kooperativen professioneller werden, erzielen ihre Mitglieder höhere und sicherere Einkommen.

Gemeinsam zu mehr Nachhaltigkeit

Das Forum Nachhaltiger Kakao trägt zu sozialen und ökologischen Veränderungen in der Kakaowirtschaft bei.

Kinderarbeit beenden

Zehn Fragen gegen Kinderarbeit: Diese neue Lösung kommt Familien und Anbaukooperativen zugute.

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Weitere Informationen

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Damals warben große Unternehmen und der Staat dafür, die erfolgreiche Kakaoproduktion vom Osten in den damals noch sehr bewaldeten Westen auszuweiten. Bis zu diesem Zeitpunkt wuchs Kakao im Schatten großer Mischwälder mit hoher Artenvielfalt.

Jetzt trat eine neue Art des Anbaus ihren Siegeszug an – der Sonnenkakao. Der Platz auf der Plantage wurde ganz dem Kakaobaum gegeben, Bäume fielen. Auf den ehemaligen Waldböden wuchs der Kakao schnell und trug reichlich Früchte. In der Hoffnung auf höhere Einkommen und ein besseres Leben siedelten sich viele Bäuerinnen und Bauern auf ehemals bewaldeten Flächen an.

Heutzutage dominiert der Sonnenkakao die Landwirtschaft. Sein Erfolg war nicht von Dauer: Wo das schützende Blätterdach fehlte, verloren die Waldböden schnell ihre Nährstoffe. Die Sonne heizt die Landschaft auf. Langfristig gedeiht der Kakao unter großen Schattenbäumen besser. Weil ihre Kakaoplantagen ausgelaugt sind und zu wenig abwerfen, dringen sie häufig weiter in den Wald vor...
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Der Preis des Sonnenkakaos

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Von 1990 bis 2015 wurden 90 Prozent der Regenwälder gerodet. Dort befinden sich nun Monokulturen. Diese sind anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Allein in Côte d’Ivoire müssen nun rund 300.000 Hektar an infizierten Kakaobäumen gefällt werden.

Doch mit dem Regenwald ging noch mehr verloren. Das Klima hat sich verändert, die Luftfeuchtigkeit ist gesunken, längere Trockenzeiten, hohe Temperaturen und Starkregenfälle sind die Folge.

Was ursprünglich mehr Ertrag bringen sollte, bedroht nun die gesamte Produktion: Die Kakaobäume reagieren äußerst sensibel auf die Klimaveränderungen. So sensibel, dass es in den letzten Jahren immer öfter zu verheerenden Ernteausfällen kam.

Eine Studie des International Center for Tropical Agriculture (CIAT) prognostiziert sogar, dass Ghana und Côte d’Ivoire aufgrund des Klimawandels bis 2050 rund 50 Prozent ihrer Anbauflächen verlieren könnten.

Am meisten leiden darunter die Kakaobäuerinnen und Kakaobauern selbst. Sie leben oft unterhalb der Armutsgrenze und sind auf die Einkünfte aus ihrer Ernte angewiesen. Vor allem aber benötigen sie ein Einkommen, von dem sie leben können. Denn die bisherigen schädlichen Praktiken sind der Versuch, schnell ihrer Armut zu entkommen.

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Neue Methoden für den Klimaschutz

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Um die Entwaldung zu stoppen, müssen die Bäuerinnen und Bauern daher für andere Anbaumethoden gewonnen werden. Ein möglicher Ausweg ist die Rückkehr zu traditionelleren Anbaumethoden, darunter Mischkulturen oder die sogenannte Agroforstwirtschaft.

Dort stehen Kakaobäume mit zahlreichen anderen Bäumen auf einer Fläche, zum Beispiel mit Fruchtbäumen und Edelhölzern. Die Bäume bilden unterschiedliche Schichten, wobei die höheren den niedrigeren Schatten spenden und sie somit vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen.

Diese Anbauarten sind robuster, schaffen zusätzliche Einkommen und verringern die Abhängigkeit von der Kakaoernte. Die Bäume speichern außerdem mehr CO2 und wirken so dem Klimawandel entgegen.

Solche Anpassungen haben jedoch ihren Preis: Sie erfordern Investitionen, die viele Bäuerinnen und Bauern nicht bezahlen können.

Alles steht und fällt daher mit der Frage der sozialen Gerechtigkeit: Nur wenn Bäuerinnen und Bauern in Westafrika einen fairen Preis für ihren Kakao erhalten, werden sie in zusätzliche Klimaanpassungen investieren können.
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Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH setzt hier unter anderem mit Schulungen an. Hier erlangen Bäuerinnen und Bauern das nötige Wissen – wie sie die Pflanzen richtig bewässern, Böden langfristig pflegen oder Schädlinge bekämpfen. Dabei nutzt die GIZ Innovationen: Ergebnisse aus der Forschung und Erfahrungen aus anderen Ländern fließen in die Trainings ein. Große Hoffnungen ruhen auch auf der Züchtung von Pflanzen, die weniger Wasser brauchen.

Die Bäuerinnen und Bauern erhalten auch Unterstützung, um sich im Anbau vielfältiger aufzustellen und nicht allein auf Kakao zu setzen. Diese so genannte Diversifizierung ist gut für die lokalen Ökosysteme – und sie bietet weitere Einkommensquellen. Zusätzlich sichern der Anbau von Gemüse, Obst und Getreide sowie die Tierhaltung die Ernährung der Menschen über das Jahr.

Einen besonderen Ort, an dem dieses Wissen vermittelt wird, können Sie jetzt direkt besuchen: Die Landwirtschaftsschule von ANADER.

Damit die noch erhaltenen Wälder nicht verloren gehen, arbeitet die GIZ zudem daran, dass diese besser geschützt und überwacht werden.
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Produkte aus Rohkakao im eigenen Land zu verarbeiten und zu verkaufen – das bietet Jobmöglichkeiten und die Chance auf höhere Einkommen für alle Beteiligten. Bisher wird nur ein Bruchteil des Kakaos aus Côte d'Ivoire hier auch direkt verwertet und konsumiert. Die GIZ fördert Unternehmerinnen und Unternehmer, die Kakaoprodukte lokal herstellen und auf den Markt bringen.

So wie Hervé Dobinou, der ein innovatives Start-up leitet.

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Um die Lebensbedingungen von kakaoproduzierenden Familien zu verbessern und ihr Einkommen zu erhöhen, unterstützt das Projekt PRO-PLANTEURS Kakaobauernorganisationen und ihre Mitglieder. Besonders berücksichtigt es dabei Frauen und junge Landwirt*innen.

Wie die Bäuerinnen und Bauern dadurch professioneller arbeiten, erfahren Sie im Video.
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Kakaobäuerinnen und Kakaobauern arbeiten körperlich hart – zugleich sind Fehl- und Mangelernährung für viele von ihnen immer noch ein Problem. Menschen wie Edwige N’Da Bomo ändern das: Die Ernährungstrainerin reist durch die Dörfer und erklärt, was gutes Essen ausmacht. Ihre Überzeugung: Wer sich von Anfang an ausgewogen ernährt, ist gesünder und hat eine höhere Lebensqualität.

Ihre Trainings nutzt Edwige auch für ein anderes wichtiges Thema: Geburtsurkunden. Die brauchen Eltern, damit ihre Kinder ein Anrecht auf einen Schulplatz haben. Viele versäumen jedoch, sie zu beantragen – einer von vielen Gründen für spätere Kinderarbeit. Edwige erklärt die Zusammenhänge und zeigt, wie es geht.
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Kakaopflanzen stehen in einem optimalen Abstand von zweieinhalb bis drei Metern nebeneinander. Höhere Bäume schützen die anderen vor zu viel Sonne. Äste ohne Früchte werden regelmäßig entfernt und Kakaofrüchte mit einem speziellen Werkzeug schonend geöffnet. Ist ein Feld so gepflegt und bewirtschaftet, erzielen Kakaobäuerinnen und -bauern ein höheres Einkommen.

Das Wissen über solche Zusammenhänge vermittelt die ANADER-Landwirtschaftsschule in Gagnoa. In der Ausbildung hier lernen Trainer*innen und Kooperativen-Leiter*innen theoretisch und praktisch, wie man Kakao nachhaltig anbaut – und nicht nur das. Sie erfahren auch, wie eine größere Produktvielfalt für wirtschaftliche Sicherheit sorgen kann. Dieses Wissen geben sie dann an Kleinbäuerinnen und Kakaobauern im Land weiter.

Aber lassen Sie die Lehrer am besten selbst zu Wort kommen.
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Die Kakaowirtschaft muss nachhaltiger und fairer werden. Das gelingt nur, wenn entlang der Lieferkette alle ihren Beitrag leisten. Dafür haben Bundesregierung, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen das Forum Nachhaltiger Kakao gegründet.

Mit vereinten Kräften verfolgen sie ihre Ziele: die Lebensumstände von Kakaobäuerinnen und Kakaobauern zu verbessern, Wälder und deren Artenreichtum zu bewahren und den Marktanteil von nachhaltigem Kakao zu erhöhen.

Wie das genau funktioniert, erzählt Vorstandsvorsitzende Merit Buama.
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Kinderarbeit ist im Kakaoanbau weit verbreitet. Schätzungen zufolge arbeiten allein in Côte d’Ivoire und Ghana mehr als 1,5 Millionen Mädchen und Jungen auf Kakaoplantagen. Die oft schwere Arbeit schadet der Gesundheit der Kinder. Körperlich und psychisch.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist seit Jahren in Westafrika aktiv, um Kinderarbeit zu verhindern. Sie arbeitet unter anderem daran, dass Kakaobäuerinnen und Kakaobauern eine bessere Ernte erzielen. Denn Armut ist der Hauptgrund für Kinderarbeit – und Kinder aus Familien mit einem guten Einkommen sind seltener Opfer von Kinderarbeit.

Partnerschaften mit lokalen Organisationen sind für die Projektarbeit dabei entscheidend: Sie kennen die Gegebenheiten vor Ort und wissen, wie sie das Problem an der Wurzel packen können. Durch ihre langjährige Präsenz hat die GIZ sowohl das Netzwerk als auch das Vertrauen der Beteiligten für diese Arbeit.
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In Côte d’Ivoire arbeitet die GIZ mit der International Cocoa Initiative (ICI) zusammen.

ICI schützt Kinder- und Menschenrechte in westafrikanischen Anbaugebieten. Gemeinsam haben GIZ und ICI eine Methode entwickelt, die Kinderarbeit vorbeugen soll. Noch bevor sie geschieht.

Allatin Brou, der das Projekt seitens der ICI leitet, beschreibt den Leitgedanken hinter dem Projekt:
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Zehn Fragen, um Kinderarbeit zu entdecken

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Die neue Methode basiert auf zwei Ideen: Erstens ist sie leicht in der Handhabung. Dadurch wird sie flächendeckend genutzt. Zweitens gibt sie an, wie wahrscheinlich es ist, dass es in der Region zu Kinderarbeit kommen könnte – eine praktische Ergänzung zum bisher verwendeten System, das bereits bestehende Kinderarbeit misst.

In der Praxis sieht das so aus: Die Mitglieder der Kakao-Kooperativen beantworten zehn Fragen, zum Beispiel zum Bildungsstand der Produzierenden, der Produktionsmenge oder der Anzahl der Kinder. Um die zehn Parameter zu identifizieren, wurden 30 Kooperativen untersucht.

Mitarbeiter*innen der Kooperativen laden die Antworten auf ein Online-Portal hoch. Mit den Daten errechnet das Portal dann das Risiko für Kinderarbeit in jeder Region. Analysen haben gezeigt, dass die Methode zu rund 90 Prozent zuverlässig ist.
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Das Tool ist sicher und hat weitere Vorteile für die Kooperativen: Mit den Daten können sie zum Beispiel Zertifikate für nachhaltigen Handel erhalten. Die Siegel erleichtern es ihnen, Kakao zu exportieren und höhere Preise zu erzielen. Das wiederum senkt das Risiko von Kinderarbeit und ermöglicht es mehr Kindern, in die Schule zu gehen.
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Das Tool zur Risikoerkennung von Kinderarbeit ist ein Partnerprojekt des Grünen Innovationszentrums Côte d’Ivoire.

Hier geht’s zur nächsten Story: Wie sich die Ernährungstrainerin Edwige N’Da Bomo für die Zukunft von Kindern einsetzt.
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